Harninkontinenz betrifft nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Vor allem bei gutartigen Prostatavergrösserungen oder radikaler Prostatektomie (entfernung der Prostata) kann es zu unfreiwilligem Urinverlust kommen. Eine radikale Prostatektomie bei einem Karzinom führt
In 3-5% der Fälle zur Inkontinenz durch mangelnde Schliessmuskulatur denn dabei entfernt der Chirurg zusammen mit der Prostata das von der Drüse umschlossene Stück Harnröhre samt dem inneren Schliessmuskel.
Inkontinenz Formen:
Stressinkontinenz: Dabei kommt es aufgrund eines Druckanstiegs im Bauchraum, ausgelöst zum Beispiel durch Husten, Lachen oder Heben von Lasten zu einem unfreiwillige Harnverlust.
Dranginkontinenz: Führt ein nicht unterdrückbare Harndrang zu unwillkürlichem Urinverlust.
Reizblase: Die Reizblase unterscheidet sich von Dranginkontinenz durch das Fehlen des unfreiwilligen Urinverlust. Im vordergrund steht das Drangsyndrom meist verbunden mit haüfig aufs WC gehen, viel in der Nacht aufs WC gehen.
Überlaufblase: Ist eine Störung der Blasenentleerung. Sie tritt als Folge
Zunehmender Verengung der Harnröhre ( zum Beispiel bei Altersbedingter Prostatavergrösserung) auf, die schliesslich zu einem Urin Stau in der Harnblase führt. Bei chronischem Verlauf kommt es zu einer Insuffizienz des Blasenmuskels mit ständigem tropfenweisem Urin-Abgang.
